Trauma und Heilendes

Verbundbarkeit

Verbundbarkeit. Verbundbarkeit? Was ist das denn?

Verbundbarkeit ist eine Wortkreation. Meine Wortkreation, um genau zu sein. Verbundbarkeit ist eine Kombination aus Verwundbarkeit und Verbundenheit.

Durch die Beschäftigung mit dem Thema Trauma ist mir aufgefallen: Erst das Zulassen davon, dass ich verwundbar und verletzlich bin und der Mut mich so zu zeigen, macht mich im besten Sinne des Wortes menschlich und fördert das Gefühl von Verbundenheit.

Wofür ist das wichtig?

Trauma trennt mich vom Anderen, trennt mich manchmal auch von mir selbst und/oder von der Welt. Trauma IST Trennung. Trennung ist schmerzlich und behindert mich, Beziehungen zu leben. Es lässt mich im Überlebensmodus und da findet sich kein Glück, keine Zufriedenheit, keine Erfüllung. Nein. Da findet sich Kampf. Flucht. Erstarrung. Schmerz. Alleinsein.

Der Weg da raus bedeutet, dass ich meinen Schmerz, mein Leid anerkenne und innerlich bezeuge, vielleicht auch beweine. Es bedeutet, dass ich nicht mehr weglaufen muss sondern mich wie zu einer engen Freund*in dazu setzen und emotional da bleiben kann.

Genau dafür ist die Anerkennung der eigenen Verletzlichkeit gut und hilfreich. Es hilft mir, mich für mich und meinem Leid zu öffnen und mich wieder zu verbinden, mit mir, meinem Körper, meinen Emotionen und meiner Geschichte. Und letzten Endes bedeutet es, dass ich mich von meiner eigenen Geschichte im Heute nicht mehr vereinnahmen lasse.

Es gibt ein beyond!

Beyond meiner traumatisierenden Erfahrungen liegt so viel mehr. Ich bin soviel mehr. Den Weg dorthin nenne ich Verbundbarkeit. Meine Verwundbarkeit anerkennen und Verbundenheit wachsen lassen.

Und klar: das geht nicht von heute auf morgen. Und doch macht es Sinn, sich auf den Weg zu machen. Es gibt so viel Reichtum in uns! Hebe den Schatz. Es lohnt sich. Auch wenn der Weg mitten durch das geht was uns erstarren ließ. Und ich rufe dir zu: Komm in Bewegung! Du hast Wirkmacht…vor allem wenn du daran glaubst, das es möglich ist.